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Streit um IWF-Mittel: Brasilien und Indien wollen nicht für Europa zahlen
Die sich verschärfende Euro-Krise setzt Europa unter Druck. Deutschland will die IWF-Mitglieder stärker an den Finanzhilfen beteiligen, doch ärmere Länder wie Brasilien und Indien sehen das nicht ein.
Die geschäftsführenden Direktoren des IWF
 
Christine Lagarde, Frankreich, seit Juli 2011
Dominique Strauss-Kahn, Frankreich, November 2007 bis 19. Mai 2011
Rodrigo de Rato, Spanien, Juni 2004 bis Oktober 2007
Horst Köhler, Deutschland, Mai 2000 bis März 2004
Michel Camdessus, Frankreich, Januar 1987 bis Februar 2000
Jacques de Larosière, Frankreich, Juni 1978 bis Januar 1987
H. Johannes Witteveen, Niederlande, September 1973 bis Juni 1978
Pierre-Paul Schweitzer, Frankreich, September 1963 bis August 1973
Per Jacobsson, Schweden, November 1956 bis Mai 1963
Ivar Rooth, Schweden, August 1951 bis Oktober 1956
Camille Gutt, Belgien, Mai 1946 bis Mai 1951
Quoten im Internationalen Währungsfonds
 
USA: 17,41 Prozent
Japan: 6,46 Prozent
China: 6,39 Prozent
Deutschland: 5,59 Prozent
Frankreich: 4,23 Prozent
Großbritannien: 4,23 Prozent
Italien: 3,16 Prozent
Indien: 2,75 Prozent
Russland: 2,71 Prozent
Brasilien: 2,32Prozent
Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er wurde zusammen mit der Weltbank im Juli 1944 bei der Währungskonferenz in Bretton Woods im US-Staat New Hampshire gegründet.
Dem IWF mit Hauptsitz in Washington (englisch: IMF für International Monetary Fund) gehören heute 187 Staaten an. Seine Hauptaufgabe ist die Stabilisierung der Währungen. Er ist daher eine Art von Finanzfeuerwehr.
Bei Finanzkrisen – wie etwa 1994/1995 in Mexiko oder 1997/1998 in Asien – kann der IWF eingreifen. In der jüngeren Vergangenheit half der IWF in der Ukraine, Island, Ungarn, Rumänien, Pakistan und auch in den Euro-Staaten Griechenland und Irland. Für die betroffenen Staaten ist das aber mit strengen Auflagen für die Sanierung ihrer Finanzen verbunden.
Die erste Frau an der Spitze der Organisation ist seit Juli 2011 die frühere französische und Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde. Sie kündigte bereits vor Amtsantritt an, sie wolle die von ihrem Vorgänger Dominique Strauss-Kahn eingeleiteten Reformen zu Ende führen und dabei unter anderem den Schwellenländern und vor allem China mehr Gewicht einräumen.
Das Stimmrecht der IWF-Mitgliedsländer richtet sich nach ihrem Kapitalanteil. Dementsprechend zählen die USA (mit 16,76 Prozent), Japan (6,24 Prozent) oder auch Deutschland (5,81 Prozent) zu den Schwergewichten des IWF. Gambia hingegen kommt auf nur 0,04 Prozent und Haiti auf 0,06 Prozent.
An der Spitze des Internationalen Währungsfonds steht traditionell ein Europäer. Dagegen wird die Weltbank von einem Amerikaner geführt. Diese Arrangements werden von den Schwellenländern kritisiert.
Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: sorvynosov (16.04.2012) W
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