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Kreditwürdigkeit: USA verdienen nicht mehr das Statussymbol "AAA"
Wenn jetzt die Ratingagentur Standard & Poor’s der Supermacht USA das Spitzenrating Triple-A entzieht, ist das in mehrfacher Hinsicht ein Paukenschlag. Es handelt sich nicht um Spanien oder Irland. Hier geht es um den Schuldner USA, der seinen Verpflichtungen im Gegensatz zu anderen Staaten in der Vergangenheit stets nachgekommen ist.
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Nicht umsonst halten die Amerikaner seit Aufkommen der Staatsratings im Jahr 1941 ununterbrochen die Bestnote AAA inne. Wer hier den Daumen senkt, muss gute Gründe haben. Und das ist die eigentliche Sensation. S&P stuft Amerika nicht in erster Linie zurück, weil es Zweifel daran hat, dass das Land seinen Verpflichtungen nachkommen könnte. Die Analysten geben unmissverständlich zu verstehen, dass die Politik in Washington einfach kein „AAA“ mehr rechtfertigt.
Eine Effektivität und Berechenbarkeit der politischen Institutionen sei nicht mehr garantiert, fatal in Krisenzeiten wie diesen. Noch nicht einmal die Warnung, als S&P mit der Abstufung gedroht hatte, habe Washington zur Räson gebracht, monieren die Bonitätsprüfer.
So viel verloren die jeweiligen Leitindizes in den vergangen acht Handelstagen...
Russland RTSI Verlust seit 27. Juli: -8,3 Prozent
USA Dow Jones Verlust seit 27. Juli: -8,9 Prozent
Großbritannien Verlust seit 27. Juli: -9,6 Prozent
Spanien IBEX Verlust seit 27. Juli: -10,4 Prozent
Südkorea Kospi Verlust seit 27. Juli: -10,7 Prozent
Griechenland ASE Verlust seit 27. Juli: -11,5 Prozent
Niederlande AEX Verlust seit 27. Juli: 11,5 Prozent
Dänemark OMX Verlust seit 27. Juli: -12,1 Prozent
Belgien Bel20 Verlust seit 27. Juli: -12,4 Prozent
Frankreich CAC40 Verlust seit 27. Juli: -12,7 Prozent
Australien ASX 200 Verlust seit 27. Juli: -12,7 Prozent
Irland Irish Overall Verlust seit 27. Juli: -12,7 Prozent
Norwegen OBX Verlust seit 27. Juli: -13,3 Prozent
Frankfurt Dax Verlust seit 27. Juli: -14,2 Prozent
Schweden OMX Verlust seit 27. Juli: -14,4 Prozent
Italien FTSE MIB Verlust seit 27. Juli: -15,3 Prozent
Österreich ATX Verlust seit 27. Juli: -16,1 Prozent
Finnland OMX Verlust seit 27. Juli: -18,0 Prozent
Ägypten CSE Verlust seit 27. Juli: -22,7 Prozent
Quelle: Bloomberg
Die Abstufung ist mutig. Sie kommt zu einer Zeit, als sich die Finanzmärkte in äußerst fragilem Zustand befinden. Hier kann jede zusätzliche Verunsicherung zu neuen Verwerfungen führen. Aber es kann nicht Aufgabe einer Ratingagentur sein, Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Akteure zu nehmen. Hier geht es allein um die Kreditwürdigkeit eines Schuldners und die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit dieser seinen Verbindlichkeiten pünktlich nachkommt.
Noch mutiger ist der Schritt mit Blick auf die amerikanische Politik. Nicht zuletzt stellt die Abstufung das Selbstverständnis der Weltmacht USA infrage. Seit den Urvätern sehen sich die Amerikaner als außergewöhnliche Nation losgelöst von finanziellen Zwängen. Das Triple-A als Statussymbol, das von nationalem Stolz kündet, galt als gesichert. Nicht zuletzt deshalb hatte sich Präsident Obama in den vergangenen persönlich eingeschaltet, ohne Erfolg.
Die Ratingagentur hat mit ihrer Abstufung zweifelsohne an verlorener Reputation gewonnen. So lautete doch ein Vorwurf, die amerikanische Agentur würde Washington bewusst schonen.
Dass es offensichtlich nicht so ist, zeigt sich schon daran zeigt, dass S&P jetzt den Druck aufrecht erhält und mit weiteren Abstufungen droht, sollten die politischen Entscheidungsträger nicht die Schuldenprobleme angehen.
Nun dürfte das Zittern bei andern Staatschefs beginnen. Denn wie lässt sich etwa das Triple-A Frankreichs rechtfertigen, wenn Amerika keines mehr hat?
Verbinden Sie sich mit unserem "Welt-Online"-Autor auf Twitter. Holger Zschäpitz hat vor allem die weltweite Verschuldung der Staaten im Blick.
Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: sorvynosov (06.08.2011) W
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